Kontakt…Abgebrannt
Seit nunmehr sechs Jahren nenne ich das damalige Heimkino-Flaggschiff von Yamaha, den DSP-AX1 mein Eigen. Er ersetzte meinen DSP-A1, dem der Dekoder für DTS fehlte. Das Ding wiegt über 30 Kilo und hat sechs diskret aufgebaute, neutral klingende Endstufen mit jeweils 180W eingebaut. Es gibt keine Potis oder Schalter im Audio-Signalweg, die irgendwann anfangen könnten zu Kratzen. Alles kann man so einstellen, dass meine digitalen Quellen ohne verzaubert zu werden über die 24Bit Oversampling Filter DF1704, den 24Bit D/A-Wandler PCM1704 und den hervorragenden digitalen Lautstärkeregler CS3310 direkt auf die Endstufen gelangen. Das fand ich Klasse! Keine Verschleißteile. Direkt nach dem Kauf schenkte mir ein Bekannter sogar die Service-Unterlagen für das Gerät (mit allen Schaltplänen). Noch besser! Es sollte damals mein letzter Heimkino-Verstärker werden… nun ja…
Schon vor drei Jahren bemerkte ich, dass das Gerät alle Einstellungen vergaß, nachdem man es ein paar Stunden vom Strom trennte… EEProm hin, dachte ich und lies das Gerät von da an im Standby am Netz. Dumm nur ist, dass sich nach dem Vergessen der Einstellungen das Gerät ohne aktivierte Hauptlautsprecher einschaltet… Meine Frau war nicht begeistert!
Etwas später blieb ab und zu der Center-Kanal stumm oder er kratzte…HÄÄÄÄ?
Zeit für ein Schaltplanstudium!
Damals bemerkte ich nach einigem Suchen, dass das Gerät seine Einstellungen nicht in Flash oder EEProm speichert. Es hat stattdessen eine CPU mit sehr niedrigem Ruhestromverbrauch (1µA). Diese wird bei Stromausfall von einem dicken Kondensator mit Strom versorgt. Ist der Kondensator entladen, sind alle Einstellungen weg… Blöd! Der Kondensator muss im Laufe der Zeit einen Hang zur Selbstentladung entwickelt haben…
Dann sah’ ich, dass Yamaha das Audiosignal direkt über Cinch-Schaltbuchsen leitet. Damit kann man einen DSP in die Frontkanäle einschleifen und alle Ausgangssignale vor den Endstufen auskoppeln. Die Buchsen sind vergoldet. Jedenfalls der sichtbare Masse-Kontakt! Der unsichtbare Kontakt für das Audiosignal ist aus Weißblech!
Diese Cinch-Buchsen hatten Wackelkontakte, obwohl ich die nie benutzt habe… soll wohl eine Serien-Macke sein… bei diesen billigen Endstufen weiß man ja nie…
Mit Kontaktspray und einem Bypass-Kabel konnte ich den Center-Kanal bis vor einem halben Jahr wieder fit bekommen… [ich schreibe hier immer noch über den dicksten Heimkinoverstärker, den Yamaha 2001 gebaut hat!]
Dann fing er wieder an, Aussetzer zu bekommen. :.(
…an den Cinch-Buchsen lag es nicht.
Meine Vermutung: Das Relais, das den Center-Kanal vom Lautsprecher trennt, schloss manchmal nicht.
Vor ein Paar Wochen hat’s mir dann gereicht! Ich bestellte bei Conrad drei Relais.
Heute nun habe ich dem Gerät den Center-Geist ausgetrieben!
Die original verbauten Relais gibt es in Deutschland natürlich nicht, technische Daten auch nicht… deshalb nahm ich die nächstbesten mit 24V Spulenspannung und größtmöglichem Schaltstrom. Ich dachte, 5A sind sicherlich zu wenig aber mehr war halt nicht.
Mit Erstaunen stellte ich heute fest, dass Yamaha Relais mit nur 3A Schaltstrom verbaut hat.
Können die nicht rechnen? Der Nennstrom für ein korrekt dimensioniertes Relais ist Wurzel(180Watt/4Ohm)=6.7Ampere! In der Werbung steht: “Zweifach-Direktsignalpfad-Lautsprecherrelais“…Oh, Mann!
Wie erwartet war der Relais-Kontakt des Center-Lautsprechers abgebrannt.
Jetzt habe ich alle Chinch-Schaltbuchsen gebrückt und die 5A Panasonic Relais eingebaut.
Erstmal funktioniert alles ohne Kratzen und Aussetzer… Völlig ungewohnt Das!
)
Bei einem Flaggschiff Verstärker hätte ich zehn Ampere Relais und voll vergoldete Schaltbuchsen erwartet.
Die paar Pfennig Unterschied sollten bei einem 6000 DM Boliden IMHO kein Problem sein.
[EDIT:] …ich weiß mittlerweile, warum unbenutzte Relais und Buchsen nicht mehr funktionieren. Deren Kontakte korrodieren und stellen keine elektrische Verbindung mehr her. Der einzige Weg, das zu umgehen, ist nicht korrodierende Materialien zu nehmen. Bevorzugt Gold. Dumm nur, dass Gold nicht lange hält, wenn man einen Stromdurchflossenen Kontakt öffnet und der so entstehende Lichtbogen die Beschichtung verbrennt. Deshalb nimmt man in hochwertigen Relais, die sowohl kleine als auch hohe ströme schalten müssen Silber-Verbindungen, die sich durch den Lichtbogen “freibrennen” und beschichtet die mit Gold, damit das Ganze nicht korrodiert. Diese Bauart geht allerdings auch davon aus, dass man entweder nur große oder nur kleine Ströme schaltet, denn wenn man mal bei ordentlich Stromfluss abschaltet, brennt das Gold weg. Wenn man ab da nur noch kleine Ströme schaltet ist irgendwann Ende mit schalten… In Cinch-Buchsen sollten also immer beide Kontakte vergoldet sein.

Am 4. Februar 2008 um 22:08 Uhr
*lol*
auch wenn ich keine ahnung von elektronik hab, habe ich deinen beitrag mit genuss gelesen… wa ha ha, besonders, die stelle mit “können die nicht rechnen?”… toll
weiter so und viel spaß noch mit deiner heimkinoanlage
Am 3. März 2008 um 22:30 Uhr
och – 180watt mögen tatsächlich diese ominösen fast 7 ampere ergeben – wenn es denn nicht audiowatt wären, die sind nämlich immer nur kurzzeitig, mittelfristig ist die leistung für audio tiefer, alle thermisch relevanten dimensionieungen gehen von tieferer leistung aus.
trotzdem – gut wenn das gerät wieder läuft
gruss andreas
Am 3. März 2008 um 23:04 Uhr
Hallo Andreas. Schön, dass Du meinen “Blog” liest
Mich ärgert, wenn Leute Ihren Job nicht richtig machen und das dann teuer verkaufen. Die Relais sollen ja nicht nur den Einschalt-Knack verhindern, sondern auch den Lautsprecher vom Strom trennen, falls z.B. ein Transistor durchbrennt und die vollen ~46V über die ~6Ohm der Lautsprecher anstehen. Dann fließen immerhin ~7,5A. Ob das die original verbauten 3A “Zweifach-Direktsignalpfad-Lautsprecherrelais“ immer trennen können?
…ich musste das zum Glück nicht probieren
Am 23. März 2008 um 01:28 Uhr
Hallo Kay,
ich hab auch den AX1. Bei mir spackt der rechte Haupt-Kanal. Scheint auch am Relais zu liegen (ich schalte mehrfach mit der Taste “Speakers A” an und aus, und evtl. schreit er dann wieder.
Kannst du mir verraten, welche Relais du genau da verbaut hast, wo die sitzen (Aus-/Einbauaufwand)(ich hab noch nicht in den AX1 reingeschaut)? Sind die auf ‘ner Platine eingebaut? Sind die Neuen Pin-kompatibel?
Einlöten ist kein Problem für mich, aber ich hab noch nix geöffnet und ich würde gerne mal vorher wissen, was da auf mich zukommt (Demontage)
Bin für alle Infos dankbar, MfG Thomas
Am 23. März 2008 um 18:17 Uhr
Hallo Thomas,
der direkte Link zu den Relais bei Conrad ist oben im Artikel.
Ich habe einfach die dicksten 24V Relais mit der passenden Bauform gewählt. Reichelt hatte davon keine, deshalb die teuere Conrad-Lösung.
Die Relais sitzen auf der Endstufen-Platine.
Haube und Bodenblech müssen ab.
Auf der Endstufen-Platine steckt die Platine mit den Vorverstärker- Ein/Ausgängen, die habe ich auch abgebaut, sonst kommt man extrem schlecht an das Center-Relais.
Ich habe die alten Relais mit einer Entlötpumpe vom Zinn befreit, abgezogen, die neuen eingesteckt und festgelötet…
[Habe leider vergessen, Bilder zu machen und will nicht unbedingt Kopien der Service-Unterlagen veröffentlichen]
Viel Glück!
Am 28. Dezember 2008 um 00:49 Uhr
Mein Tipp zum Ende des Jahres (falls noch jemand so einen Oldie hat): 5 Relais kaufen! (z.B. bei Reichelt: Finder 40.52)
Warum? Ich hatte im Herbst endlich mal Zeit, die 3 Relais (MainA L/R, MainB L/R, Center F/B) zu tauschen. So weit, so gut, aber: kurz später habe ich mit einem Sound-Testlauf von meinem HTPC festgestellt, dass die gleiche Problematik auch bei den hinteren Kanälen auftritt.
Also nochmal Relais bestellen, wieder alles abklemmen, wieder alles aufschrauben usw…
Die 2 Relais für Rear L/R und FrontEffect L/R sitzen quasi direkt auf der Platine hinter den dazugehörigen Lautsprecherklemmen. Ist etwas schwierig mit Lötkolben UND Flutsch dranzukommen. Ich habe hier mit Entlötlitze gearbeitet.
Bei der Gelegenheit habe ich auch noch den Laustärkeregler wieder ordentlich befestigt (komplettes rechtes Innenseitenteil, Frontplatte (ohne Frontklappe), Aluknopf, Ring um Aluknopf und Halterung vom Poti muss alles ab, dann Schraube am Poti wieder kräftig festziehen) … war mir eigentlich vorher garnicht aufgefallen, dass das lose ist.
Vielleicht kann ja jemand die Infos gebrauchen
Schöne Grüße und einen guten Rutsch
Thomas
Am 30. Mai 2009 um 11:42 Uhr
Hallo
Habe das gleiche Problem mit den Relais ,
könnte ich bitte die genaue Bezeichnung der ersatzrelais bekommen,schöner noch wäre ein link wo man sie günstig beziehen kann
vielen Dank schonmal und schöne Wochenende wünscht maik
Am 1. Juni 2009 um 21:05 Uhr
Oh!
Der direkte link geht nicht mehr.
Das Produkt bei Conrad heißt: “LEISTUNGSRELAIS JW2 2A 5A 24V”
Du findest das in der Suche.
Am 4. Juni 2009 um 19:16 Uhr
hallo Danke für die schnelle Hilfe
Ein Frage habe ich noch das überbrücken der chinch Buchsen,
kommt man da leicht ran oder muß ich da viel zerlegen um die Schaltbuchse zu überbrückenund bei den 5 Relais was muß alles demontiert werden um sie zu wechseln.
vielen dank schonmal und einen schünen Abend noch
mfg maik
Am 4. Juni 2009 um 19:47 Uhr
Ich habe die Platine mit den Cinch-Buchsen ausbauen müssen, um an die Relais zu kommen und dabei einfach die weit durch die Leiterplatte ragenden Kontakte mit Lötzinn kurzgeschlossen.
Am 5. Juni 2009 um 12:01 Uhr
hallo Key
ein bild welche es genau sind,kannste mir da bitte was zukommen lassen.
Evolution4@gmx.de
mfg maik
Am 5. Juni 2009 um 22:01 Uhr
Wenn ich mich recht erinnere, musst Du die farbig markierten Pins kurzschließen:

Am 7. September 2009 um 13:10 Uhr
Hallo Kay,
mein A1 vergisst nun auch die Einstellungen regelmäßig. Hast du das Problem in den Griff bekommen? weißt du noch, welche Kondensator der dafür relavante ist? Welche CPU speichert das Setup?
Bitte kurze Info…
Am 7. September 2009 um 20:19 Uhr
Ich habe das Problem bisher erfolgreich ignoriert.
Mit der CPU ist es einfach: Es kann nur eine geben, sonst wäre sie nicht zentral
[IC27, M30624FGFP]
Der Speicher Elko/Goldcap(?) ist C175, 470000µF/5.5V.
Beides ist auf dem PCB “Function”, das, auf dem auch die SW/CENTER-Buchse ist.
Schreib’ mal, ob es bei Dir funktioniert hat.
Am 7. September 2009 um 22:25 Uhr
Hallo Kay,
ich habe die Schaltbilder aus dem Service-Manual studiert. Bei mir ist es IC1 und C21 (47000uF/5.5V lt. PartList) auf dem Function PCB. Reden wir beide vom Yamaha DSP-A1? Ah – ich sehe jetzt erst: Du redest vom DSP-AX1… Dann ist es klar
Ich werde in den nächsten 14 Tagen mal den SuperCap tauschen. Habe beruflich schon seit vielen Jahren auch mit diesen Kondensatoren zu tun – und weiß daher, das die stark altern… Am meisten übrigens bereits in der Fertigung, wenn die PCB in der Lötmaschine auf Temperatur gebracht wird. Ich habe das mal untersucht. Vor dem Löten ca. 110% Kapazität. Nach dem Löten teilweise weniger als 50%. Bei einer Handlötung tritt dieser Effekt übrigens nicht auf, da der Temperaturstress nicht so hoch ist… Beruflich setze ich u.A. 330000uF/5.5V Typen ein. Sollte reichen, wenn im DSP-A1 (lt. Partlist) ein 47000uF Supercap eingesetzt ist.
Wenn ich die Reperatur durchgeführt habe, poste ich hier das Resultat…
… kann aber noch ein bissel dauern, da derzeit wenig Zeit da ist…
Bist du sicher, das in deinem DSP-AX1 470000uF und nicht 47000uF eingesetz ist? Das währe für die Auswahl des Ersatzteils interessant..
Grüße,
Frank
Am 15. September 2009 um 17:17 Uhr
Hallo,
vielen Dank für die klasse Fotos und den interessanten Bericht. Ich habe einen AX-590, der hat (bei 2x150W) genau die gleichen Relais verbaut und fängt jetzt an bei niedrigen Lautstärken zu kratzen. Vor allem gut zu wissen, dass mein Relais vermutlich aufgrund der “Laufleistung” und nicht wegen Altersschwäche/Verschmutzung seinen Geist aufgibt. Werde daher jetzt erstmal das noch intakte Relais vom Lautsprecherpaar B “verheizen”.
Später weiß ich dann ja, wo/wie/was ich löten muss:)
Grüße
Hannes
Am 28. Oktober 2009 um 13:20 Uhr
Hallo Kay,
ich habe vor einigen Wochen mein DSP-A1 repariert. Zunächst wollte ich den defekten Supercap ersetzen, da ich aber nur mit erheblichen Aufwand die Platine herausbekommen hätte, die Lötstellen des Supercaps hingegen gut erreichbar waren, habe ich mich dazu entschlossen, den defekten Supercap einfach drin zu lassen und den neuen Supercap einfach parallel dazu zu schalten. Da ich aber auch dem neuen Supercap nicht wirklich traue, habe ich zudem noch eine 3V Knopfzelle hinzu geschaltet, die über eine Diode angekoppelt ist. Der Supercap lädt sich etwa auf 4.5V auf – fällt bei längerer Nicht-Benutzung des Verstärkers die Spannung unter 3V fängt die Knopfzelle an zu wirken. Dadurch sollte das Vergessen der Einstellungen der Vergangenheit angehören. Zwischenzeitlich habe ich den Verstärker mal etwa 4 Wochen vom Netz getrennt – und die Einstellungen waren danach immer noch OK. Ob das der Supercap alleine war, oder die Knopfzelle bereits mit geholfen hat, kann ich natürlich nicht sagen… Jedenfalls bin ich mir sicher, das der Fehler behoben ist.
Grüße,
Frank
Am 29. Oktober 2009 um 19:04 Uhr
Gut, zu wissen! Danke
Ich glaube zwar, dass die 3V der Knopfzelle, die mit der Diode in Reihe nur noch ~2.3V werden, nicht reichen, um die CPU zu puffern, aber das mit dem parallel gelöteten Goldcap werde ich mal versuchen… oder zu Denon wechseln… wenn die nur zwei Subwoofer Ausgänge hätten…
Am 15. November 2010 um 10:02 Uhr
Hallo Kay!
Mit großem Interesse hab ich deinen Erfahrungsbericht aufgesaugt, da mein AX-1 auch spinnt. Aber etwas anders! Gut, er vergisst auch seine Einstellungen nach Netztrennung aber ich lass ihn halt dran. Was mich viel mehr ärgert ist das er einfach sporadisch aus geht. Wenn man z.B. im Betrieb das Gehäuse antippt, oder ein Kabel, sei es LS oder auch in meinem Fall, das im Verstärker steckende Stormkabel des Subs nur leicht berühre, schaltet er auch ab! Hab mal den Gehäusedeckel entfernt um zu gucken. Ich meine sehen zu können das auf der LS-Terminalplatine eine Leiterbahn angelaufen ist?!?! Bin aber nicht sicher, da der Ausbau des Terminals glaub ich nicht mal eben so erfolgen kann. Evtl. hast du ja nen Fixen Tip für mich!
Gruß
Dennis
Am 16. November 2010 um 08:13 Uhr
Geht das Gerät aus, als würdest Du die Power-Taste drücken, oder kommt nur eine Schutzschaltung?
Wenn, wie Power: Hast Du evtl. eine lose elektrische Verbindung (durch Spülmittel vom Putzen, Bier, Cola oder Ähnliches) in der Power-Taste zum Gehäuse?
Ich bin erst Freitag wieder zu Hause und sehe dort nochmal im Schaltplan nach, was noch so sein kann…
Ich bin mit nicht sicher, ob das Gerät einen Schutzkontakt hat, aber es müsste das eigentlich, um zugelassen zu werden. Hat das Gehäuse Kontakt zum Schutzleiter?
Am 18. November 2010 um 10:47 Uhr
Hey! Danke schonmal fürs Antworten!
Ja er schaltet komplett aus, als wenn mann den Powerschalter drückt! Eine Powerschalterverschmutzung schließe ich gänzlich aus, da das Gerät nie an der Front berührt wird. Dafür gibts ja die FB;-) Noch zur Ergänzung wollte ich sagen daß man das Ausschalten auf mehrere Arten provozieren kann. Wie schon gesagt durch Antippen mit dem Finger der Seiten des Gehäuses, durch Vibration durch den Sub, und durch ganz leichtes Berühren der LS-Terminals(alle mit Bananas) oder sporadisch einfach mal so! Einschalten lässt er sich dann i.d.R. gleich wieder, manchmal aber auch erst beim zweiten oder dritten Versuch.
Schutzleiter? OmG keine Ahnung. Wie kann man das erkennen?
Gruß
Am 5. Dezember 2010 um 20:13 Uhr
Hat lange gedauert, weil ich zu Hause immer vergaß, im Schaltplan nach möglichen Ursachen für die Abschaltung zu suchen.
Der Schutzleiter (aus der Steckdose) ist nicht am AX1 angeschlossen.
Der Power-Taster schaltet einen Eingang an der CPU.
Der ist aber IMHO ausreichend entstört.
Eine Ferndiagnose ist nicht wirklich möglich.
Das Gerät muss von einem Elektroniker repariert werden.
Meine wage Vermutung ist, dass ein Wackelkontakt oder eine kalte Lötstelle in der Verbindung zwischen Power-Taste und Main-CPU-Platine alles verursacht.
Falls ich richtig liege:
Wenn Du das zweipolige Kabel von der Platine der Power-Taste verfolgst und an der CPU-Platine abziehst, sollte das Verhalten weg sein. Dann kannst Du die Power-Taste aber nicht mehr benutzen (machst Du ja eh’ nicht)
Am 18. Dezember 2010 um 17:32 Uhr
Hi!
Hab mal nachgeschaut und jetzt kommts! Eine kleine Kreuzschraube welche an der Rückseite, glaub ich, einen Massepunkt zwischen einer Platiene und Gehäuse hält(Platiene mit Relais wo Steckdosenkabel drauf geht), war lose. Jetzt ist, bis jetzt(gut 14 Tage) alles bestens!
Trotzdem vielen lieben Dank fürs Schaltplanwälzen!
ein frohes Fest und einen Guten rutsch
Dennis
Am 30. Dezember 2011 um 14:46 Uhr
Für alle interessierten Bastler:
Per eMail habe ich Links zum Service Manual geschickt bekommen.
http://www.eserviceinfo.com/download.php?fileid=19821
Danke!