Stinksauer!
Gestern erhielt ich einen Brief meiner Bank.
Das Finanzamt Magdeburg wollte mein Konto pfänden
, aber da das noch genug Guthaben aufwies wurde der fällige Betrag für eine baldige Überweisung vorgemerkt und das Konto nicht gepfändet.
Hä? Magdeburg? Haben die den Knall nicht gehört? Ich wohne dort nicht mehr, seit drei Monaten. Und irgend welche Post im Sinne von “Sie haben versäumt Ihre Steuern zu zahlen, jetzt kommen 6% Zinsen dazu” habe ich auch nicht erhalten.
Ein Anruf bei dem “Vollzugsbeamten” klärte, dass das FA MD meine Steuervorauszahlungen vermisste und mich mehrmals gemahnt habe. …Gemahnt? Mich? Nee! Ich hab nix gehört vom FA, nur von der Bank!
Tja, wenn Väterchen Staat:
- ignoriert, dass mein Gewerbe in Magdeburg abgemeldet ist,
- ignoriert, das mein jetzt zuständiges Finanzamt, das meine neue Adresse und Telefonnummer kennt, bereits meine Unterlagen angefordert hat,
- vergisst, dass die Steuerrückzahlungen für 2006, auf die ich noch warte, viel höher sind als der von mir zu zahlende Betrag,
- um Geld zu sparen die Post mit einem lokalen Lieferservice (in Magdeburg heißt der “Biberpost“) verschickt, der keine Nachsendeaufträge akzeptiert,
…dann versucht er natürlich mein Privatkonto zu pfänden… Das ist ja auch schließlich sein Recht! Mit saftigen Mahngebühren und Zinsen.
Na wenigstens habe ich noch das selbe Privatkonto… sonst hätten die mich wahrscheinlich noch zur Fahndung ausgeschrieben!
NACHTRAG: Nachdem ich (durch meine Bank) wusste, dass das FA MD Geld von mir wollte, habe ich mein Steuerbüro gebeten die Sache zu klären… und siehe da:
- Die Pfändung meines Privatkontos wird sofort zurückgenommen.
- Zinsen und Mahngebühren werden erlassen.
- Meine Steuererklärung für 2006 konnte noch nicht bearbeitet werden, aber das wird jetzt schnell gemacht, damit ich meine Rückzahlung bekomme.
- Eventuelle finanzielle Ansprüche des FA MD werden mit meinem “Guthaben” verrechnet.
Es geht doch! Warum nur muss es immer Nerven kosten?